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Wenn Zusammenarbeit stockt – Chancen im Wechsel der Arbeitsform

6. März 2026
Von Neue Medien Lernbegleiter


Wenn Teamarbeit stockt: Mut zur Anpassung

Was tun, wenn die Ergebnisse überzeugen, die Teamarbeit aber ins Stocken gerät? Bereits beim Start des Moduls 275 «Gestaltungsentwürfe erstellen und präsentieren» plante Lernbegleitung Karin Alghisi bewusst unterschiedliche Arbeitsformen: Gruppen- und Einzelarbeitsplätze standen zur Verfügung. Die Lernenden konnten je nach ihren Stärken und Bedürfnissen entscheiden, wie sie arbeiten wollten. Damit setzte die Lernbegleitung mutig eine klare Priorität: Qualität sichern und individuelle Lernprozesse ermöglichen, auch wenn dies bedeutet, Kooperation vorübergehend anders zu gestalten.

Einzelarbeit als Chance – Balance zwischen Freiheit und Lernen

Im Modul entwickeln die Lernenden das Gestaltungskonzept für den Lehrstart – das «Jump-In» der SBW Neue Medien. Von Willkommenskarten über Präsentationen bis zu visuellen Elementen entsteht ein zusammenhängendes Design für den Lehrstart, das unter anderem beim Mediamatiker-Marathon eingesetzt wird. Während die meisten in Gruppen arbeiteten, standen parallel vier Einzelarbeitsplätze bereit, bei denen Karin Alghisi selbst als Auftraggeberin mit vorgegebenen Gestaltungsrichtlinien fungierte. Diese Entscheidung zeigt das Spannungsfeld: Einzelarbeit kann kurzfristig Entlastung bringen, sie darf aber nicht die eigentliche Lernchance der Kooperation ersetzen – hier ist die reflektierte Abwägung der Lernbegleitung entscheidend.

Fokus statt Frust – Qualität durch Wahlfreiheit

Die Rückmeldungen zeigten schnell: Flexibilität entlastet, steigert Produktivität und motiviert. Gruppen- wie Einzelarbeiten wurden als klar und angenehm erlebt. Der duale Aufbau erlaubte es, Beurteilungskriterien und Aufgabenstellungen gezielt anzupassen, fachliche Entwicklung individuell zu begleiten und konstruktives Feedback zu geben. Wo zuvor Konflikte Energie frassen, konnten Lernende ihre Stärken einsetzen. 2025 setzten Ben Keller, Serafine Machner, Lorin Dörig und Tim Stucki das Konzept erfolgreich im «Festival»-Motto um.

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