Planung, die Teilhabe ermöglicht
Welche Vorbereitungen sind notwendig, damit eine Lernpartnerin im Rollstuhl an einer Studienreise teilnehmen kann? Mit dieser Frage beschäftigten sich Daria Felsberg und das Organisationsteam der Studienreise nach Berlin (Lehrgang 24).
Das Team prüfte Besichtigungsziele auf Barrierefreiheit, plante Begleitpersonen ein und meldete diese bei Bedarf namentlich an – etwa für den Reichstag oder das ZDF. «Beim Eintritt in den Reichstag wurde mir bewusst, dass das Leben im Rollstuhl zusätzliche Vorbereitungsarbeit bedeutet», erinnert sich Simeon Koller.
Gemeinsam vorbereitet – Schritt für Schritt nach Berlin
Auch Hotel, Zimmer, ÖV und Flugreise erforderten detaillierte Abklärungen. Angaben zum Rollstuhl, Sitzplatzorganisation und Rücksprachen mit Fluggesellschaften waren zentral. Zur Absicherung absolvierte Daria gemeinsam mit ihren Eltern einen Probeflug nach Wien. «Das gab mir Sicherheit. Gleichzeitig sah ich, wo Informationen fehlen oder Abläufe nicht sauber abgestimmt sind», so Daria.
Inklusion als gemeinsame Verantwortung
Inklusion gelingt besonders gut, wenn Betroffene als Expert:innen einbezogen und Verantwortung gemeinsam getragen wird. «Darias Einbindung hat die Planung enorm erleichtert», sagt Tyler Gasser. Lehrgang, Lernbegleitungen, Leitung, Eltern und Betreuungspersonen leisteten gemeinsam einen Beitrag zum Gelingen der Reise.
Darias Eindrücke aus Berlin
«Berlin war gut zugänglich, aber nicht ohne Herausforderungen: einzelne Haltestellen waren nicht rollstuhlgängig und Aufzüge fielen vereinzelt aus. Gleichzeitig funktionierten S-Bahn, Tram und U-Bahn gut. Besonders positiv: In Museen erhielt die Begleitperson meist freien Eintritt.»