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KI. Wozu braucht es noch Media­matiker:innen?

14. September 2026
Von Neue Medien Lernbegleiter


Eigene Handskizze statt KI-Einheitslook

KI produziert schnell, aber nicht immer passend

Für den gemeinnützigen Verein TAB Thurgau gestaltete der angehende Mediamatiker Jaron Furlani (Lehrgang 2025) ein Filmplakat für den Imageclip. Der Clip spielt in einem Kino; das Plakat sollte zum Film passen und später darin eingesetzt werden.
Als Ausgangspunkt diente ein KI-Plakat. Beim Vergleich stellte Jaron fest: Viele KI-Plakate verwenden ähnliche Gestaltungsmittel – grosse Schrift, dunkle Hintergründe und stark bearbeitete Bilder. «Deshalb sehen sie für mich überladen und austauschbar aus.» Auch generierte Bilder können Fehler enthalten: Körperteile oder Gegenstände werden unlogisch dargestellt oder verschmelzen. «Ein KI-Bild ist nicht automatisch ein fertiges und durchdachtes Design.»

Mit KI arbeiten – Mit eigener Handschrift gestalten

Sein eigenes Plakat entwickelte Jaron bewusst in einem handgezeichneten Stil. Gerade die kleinen Imperfektionen verleihen ihm Charakter und «Seele». Gleichzeitig stimmte er die Gestaltung auf die animierten Elemente des Imageclips ab. KI nutzte er als Werkzeug für Ideen, Varianten und realistische Bilder. «KI unterstützt mich im kreativen Prozess, ist jedoch kein Ersatz für meine eigene Gestaltung.»

Wenn natürliche Intelligenz den Unterschied macht

Unsere Erfahrung zeigt: KI kann schnell produzieren, doch Kontext, bewusste Gestaltung und Persönlichkeit entstehen nicht automatisch. Gerade deshalb wird die eigene Gestaltungskompetenz wichtiger. Für Jaron bedeutet das, KI als Werkzeug zu nutzen, die entscheidenden Ideen und gestalterischen Entscheidungen aber selbst zu treffen. So entstehen Produkte, die nicht nur funktionieren, sondern Charakter haben.

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